Wie sollte die Landingpage eines Franchisesystems aufgebaut sein?

Was ist eine Landingpage für Franchise-Interessenten?

Als Franchisegeber möchte man vor allem eines: Wachsen, größer werden, viele Standorte unter einer Marke vereinen und einen hohen Bekanntheitsgrad erreichen. Aber wie kommt man an Menschen, die sich für das eigene Franchisesystem als Gründer interessieren und mit der Franchisemarke ihre Existenz aufbauen möchten? 

Egal wie und wo Sie Ihre Leads gewinnen , ob über facebook, instagram oder Onlineportale, die Interessenten sollten auf einer Internetseite landen, auf der Sie Ihr Franchisekonzept und Ihren Nutzen für den Interessenten kurz, knapp und klar herausstellen. Diese Landingpage soll neugierig machen, auf Ihr Business, die Rahmendaten und das dahinterstehende Team. Ihre Franchise-Interessenten möchten noch mehr Informationen, am besten von Ihnen persönlich, per Telefon, Videocall oder im persönlichen Gespräch und hinterlassen gerne ihre Kontaktdaten für eine erste Kontaktaufnahme durch Sie. 

Wie sollte eine Landingpage strukturiert sein?

Versuchen Sie bei der Gestaltung Ihrer Landingpage immer durch die Brille Ihrer potenziellen Franchise-Interessenten zu kucken. Viele Franchisesysteme, vor allem in Deutschland und Österreich, stellen sich selbst in epischer Breite auf den Webseiten für ihre Franchise-Interessenten vor. Machen Sie es besser. Bringen Sie mehr „Sales“ auf Ihre Landingpage.

1.Überschrift

Mit prägnanten Überschriften, die auch wirklich den Nutzen einer Franchisepartnerschaft aufzeigen, tun sich Franchisesysteme im deutschsprachigen Raum schwer. Meistens findet man so allgemeine Aussagen wie:

  • „jetzt Franchise-Lizenz-Partner werden“
  • „unser Franchisekonzept“
  • „Franchisepartner werden mit …“
  • „Wir suchen Franchisepartner“
  • „Erfolgreich selbständig mit System“

Um das zu optimieren hilft vielleicht die Frage weiter: Was sind die größten Ängste Ihrer zukünftigen FranchisepartnerInnen? Wo sehen diese ihre größten Herausforderungen in einer Franchisepartnerschaft?

  1. “auf eigenen Beinen stehen”
  2. “mehr Selbstverantwortung”
  3. “mehr Flexibilität im täglichen Leben”
  4. “Selbständigkeit ja, aber mit einem verlässlichen Partner an der Seite”

Geben Sie bereits in Ihrer Überschrift eine Antwort darauf bzw. gehen Sie darauf ein. 

Haben Sie schon FranchisepartnerInnen? 

Dann stellen Sie Fragen wie

  • „Was war der ausschlaggebende Punkt für Deine Entscheidung für uns?“
  • „Warum wolltest Du Dich überhaupt selbstänidg machen?“
  • „Und warum in unserer Branche?“
  • „Welche Eigenschaften hast Du (damals) mit einer Selbständigkeit verbunden?“
  • „Welche Träume hattest Du in Bezug auf eine Existenzgründung mit unserem Franchisesystem?“

…und formen Sie aus den Antworten Ihre Botschaften für zukünftige Franchisepartner*innen!

2. Unter-Überschrift

Was sind die Ziele Ihrer Franchiseinteressenten? Womit ärgern sie sich jeden Tag in ihren Angestelltenverhältnissen rum? Wollen sie Freiheit, eigenverantwortliches Arbeiten, ihr Hobby zum Beruf machen, Ergebnisse sehen? Oder lässt sich Selbständigkeit besser mit Familienplanung vereinbaren? Bestimmt haben Sie schon so manches Gespräch mit Interessenten geführt. Lassen Sie Ihre Erfahrungen hier einfließen und formulieren Sie so prägnant wie möglich. Und… nichts ist in “Stein gemeißelt”. Probieren Sie doch mal unterschiedlichen Überschriften aus und messen Sie die Erfolgsquoten.

3. Die Herausforderungen Ihrer Zielgruppe

Es gibt wenige Franchise-Landingpages, die auf die Herausforderungen der Zielgruppe eingehen. Es ist aber durchaus sinnvoll diesen Punkt mit einfließen zu lassen, vor allem wenn man verschiedene Franchisepartner-Zielgruppen hat. Manchmal ist ein Franchisegeber sich dessen gar nicht bewußt. Aber in der klaren Ansprache einer klar definierten Zielgruppe, liegt Ihr Erfolgsrezept. Es macht definitiv einen Unterschied, ob Ihr Zielgruppe

  • Businessfrauen oder -männer aus mittelständischen- oder Großkonzernen,
  • Handwerker,
  • Arzthelferinnen,
  • sportbegeisterte Menschen,
  • Investoren,

sind. Jede Zielgruppe für sich hat eine völlig andere Motivation in eine Selbständigkeit mit einem Franchisekonzept zu starten. 

Überlegen Sie sich deshalb gut, wer Ihre potentiellen Franchise-Interessenten sind, wo Sie diese finden und wie Sie diese ansprechen.

4. Ihr Lösungsvorschlag: Nutzen für Ihre Zielgruppe

Präsentieren Sie Ihre Kultur, zeigen Sie Ihre Werte und auch gleich noch ein paar Franchisepartner und deren Standorte. Was ist Ihre tägliche Mission? Warum ist eine Selbständigkeit mit Ihrem Franchisesystem für Ihre Zielgruppe die Lösung? Diese Frage ist einfacher zu beantworten, wenn die Zielgruppe möglichst eng definiert ist. Haben Sie mehrere unterschiedliche Zielgruppen als potentielle Franchiseinteressenten? Dann ist es vielleicht sinnvoll mehrere Landingpages zu gestalten. Eine Quereinsteigerin hat andere “Schmerzen” als eine Physiotherapeuthin, Fitnesstrainerin, Krankenschwester oder Hotelkauffrau. Sie gehören alle zu Ihren potentielle Franchisepartnerinnen, also zu Ihrer allgemeinen Zielgruppe, aber jede Zielgruppe für sich hat ganz spezielle Herausforderungen in ihrem derzeitigen Beruf. Und genau da sollten Sie Ihre zukünftigen Franchisepartner und Franchisepartnerinnen abholen.

5. Welche Vorteile hat ein Franchisenehmer in Ihrem Franchisenetzwerk?

An dieser Stelle sollten Sie wirklich gut arbeiten. Diese Infos fließen nicht nur in Ihre vorvertragliche Aufklärung und in Ihre sonstige Kommunikation ein. Sie durchströmen Ihr gesamtes Netzwerk, sorgen für “Klebstoff” und prägen Ihre Unternehmenskultur

6. Vertrauen bilden / Beweise

Diesen Punkt kennen Sie alle und die meisten Franchisesysteme können hier punkten mit:

  • “Bekannt aus…”
  • “Winner …”
  • “Kundenauszeichnung…”
  • “Proven Expert”
  • “Bestes Franchisesystem…”
  • “Kununu…”

7. Ihr Angebot

Formulieren Sie Ihr Angebot für Ihre zukünftigen Franchisepartner klar und deutlich, in kurzen Sätzen oder Stichpunkten. Die meisten Franchisegeber haben Ihr Franchiseangebot in aller Ausführlichkeit auf Ihren Webseiten. Machen Sie es kurz und prägnant! Das Sie Ihre Zielgruppen kennen, eine vertrauensvolle  Lösung für deren größte Herausforderungen haben, die jede Menge Vorteile bietet… all das haben Sie schon kommuniziert. Bringen Sie es auf den Punkt!

8. Jetzt kaufen!

Jetzt zeigt sich, ob sich die Mühe gelohnt hat. Platzieren Sie Ihren “Call-to-Action” gerne auch schon zwischendurch. Spätestens nach Ihrem Angebot kommt die Aufforderung an Ihre Interessenten. Fordern Sie sie auch wirklich auf! Ich finde:

“Lassen Sie sich beraten!”

“Kontakt aufnehmen!”

nicht so richtig motivierend. Wer lässt sich schon gerne beraten? 😉

  • “Hier Informationen anfordern!”
  • “Wir sind nur einen Klick entfernt! – Klicken Sie hier”
  • “Werden Sie …! – Klicken Sie hier” trifft es da schon besser.

9. Risiko minimieren

Für die Zweifler und Zögerer unter Ihren potentiellen  Franchise-Interessenten können Sie an dieser Stelle nochmal Referenzen einblenden oder zum Beispiel Fotos und Videos der letzten Jahreskonferenz. Sehr gut ist auch die Veröffentlichung von Veranstaltungsterminen, auf denen Ihre Franchise-Interessenten persönlich mit Ihnen in Kontakt treten können.

10. Fragen & Antworten

Fassen Sie die wichtigsten und häufigsten  Fragen Ihrer potentiellen Interessenten aus Ihrer eigenen Erfahrung zusammen. Antworten Sie kurz und prägnant. Begrenzen Sie sich auf die drei bis fünf wichtigsten Fragen, z.B. zum Zeitplan, weiteren Ablauf, next Steps.

Und nochmal “Jetzt kaufen” – Call-to-Action

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